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Wire in the Blood

hill.gif(deutscher Titel: Hautnah – Die Methode Hill)

Diese britische Krimiserie handelt von dem Psychologen Tony Hill, der als Profiler in komplizierten Serienmorden ermittelt. Sie ist etwas brutaler als die durchschnittliche Krimi-Kost und ist deshalb auch erst ab 16 Jahren freigegeben, was für eine TV-Produktion imho etwas ungewöhnlich ist.

Der Serie dienen die Bücher der schottischen Autorin Val McDermid als Vorlage, allerdings basieren nur die ersten beiden Folgen direkt auf den Büchern, alle weiteren Folgen wurden von verschiedenen Autoren verfaßt, die aber, wie im Falle von “Insektor Lynley“, den Stil und die Atmosphäre hervorragend umgesetzt haben.
Die Folgen sind durchgehend sehr spannend und man kann sie ohne weiteres als Thriller bezeichnen, da die dargestellten Fälle teilweise echte Schocker sind.
Mit Action wird hier gespart, was allerdings keineswegs als Nachteil anzusehen ist! In den meisten (amerikanischen oder deutschen) Krimiserien wird diese ja doch nur benutzt, um über schwache Drehbücher hinwegzutäuschen.
Wenn in Zwischensequenzen zum Täter/Opfer umgeschaltet wird, so ist das besser als jede Action! Man leidet mit den Opfern und sehnt förmlich die Erlösung herbei. Auch Hill verzweifelt oft an seinen Gedankengängen, da er sich in das brutale Vorgehen so mancher Serientäter komplett hineinversetzen kann.

Hill erweckt oft Skepsis durch seine Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt eines Serienkillers zu versetzen und daraus das Täterprofil zu erstellen.
Mitunter gerät er darauf selbst ins Visier, da er den ermittelnden Beamten nicht immer seine Gedankengänge plausibel erklären kann.

Die Darsteller, allen voran Robson Green, sind geradezu für ihre Rollen prädestiniert, so etwas findet man immer wieder in britischen Serien, selbst die kleinsten Nebenrollen sind perfekt besetzt und die Hauptrollen wirken niemals, hmmm, überheblich oder auch irgendwie anmaßend oder abgehoben… Die Darsteller passen einfach.
Man sollte sich im Vergleich mal Jaenicke in “Post Mortem” oder auch Caruso in “CSI: Miami” anschauen, schlechteres Schauspiel gibt es auf der ganzen Welt nicht…

Im Gegensatz zu “Inspektor Lynley” kann man das hier noch besser sehen, da es sich immer um eine ganze Gruppe ermittelnder Polizisten handelt, die in jeder Folge vorkommen. Gnädigerweise wird auch hier auf Models verzichtet, es wirkt daher glaubwürdiger.

hill.jpg

Wenn ich mir Serien wie zB “Withou a Trace” anschaue, komme ich aufgrund solcher Schauspieler schon etwas ins Grübeln… Und das gibt es in jeder amerikanischen Krimi-Serie.
Also, auch diese Serie ist für den Krimi-Fan wieder ein absolutes Muß, daran gibt es nichts zu rütteln. Und wieder läuft sie im ZDF, was mich meine GEZ-Gebühr mit einem lachenden und einem weinenden Auge zahlen läßt.

5, was sonst?! :)

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