Skip to content

Eine gute Geschichte.

SmokeYou know anything about Christmas stories?

Christmas stories? Sure, I know a ton of ‘em.

Anything good?

Good? Of course. Are you kidding?

I’ll tell you what. Buy me lunch, my friend, and I’ll tell you the best Christmas story you ever heard. How’s that? And I guarantee every word of it is true.

So, hier gibt’s mal einen Tip für euch:

Smoke – Raucher unter sich

Definitiv einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe.

“Auggie (eine Paraderolle für Harvey Keitel) betreibt einen Tabakladen in Brooklyn. Hier treffen sich die Bewohner dieses berühmt-berüchtigten New Yorker Stadtteils, und hier laufen die Fäden ihrer Geschichte zusammen: ein Schriftsteller, der nicht mehr schreiben kann, ein Jugendlicher, der ständig lügt, ein illegaler Deal mit kubanischen Zigarren, ein geheimnisvolle Tüte voller Dollars, ein Mann, der seine Frau versehentlich tötet…
Nach einer Erzählung von Paul Auster hat Wayne Wang mit Smoke ein hinreißendes Großstadtpuzzle voller unvermuteter Gefühle und Entwicklungen mit Menschen in Szene gesetzt, die sich zufällig begegnen und damit ihrer aller Leben ändern.”

Dieser Film gibt uns einen Einblick in das Leben des Brooklyner Tabakwarenhändlers Auggie Wren und wie jener zu seinem Hobby kam: Er macht nämlich jeden Morgen zur gleichen Zeit ein Foto von seinem Laden. Seit Jahren. Über 4000 Fotos hat er schon.

s2.jpg

Der Film zeigt uns aber auch die Kunden dieses Ladens und was in ihrem Leben passiert. Das Ganze ist so stark besetzt und gespielt, man möchte am liebsten direkt mal runter in den Laden, um schnell was zu holen, nur damit man an den Gesprächen teilhaben kann.

Eine der schönsten Szenen im Film ist ganz klar jener Augenblick, in dem Auggie einem seiner besten Kunden, dem Schriftsteller Paul Benjamin, seine Fotosammlung zeigt, ihn erst mal dazu anhalten muß “langsamer zu machen, da er sonst nie dahinter kommt” und dieser dann auf einem der Bilder seine verstorbene Frau entdeckt, welche bei einem Banküberfall erschossen wurde…
Seitdem kann er nicht mehr schreiben und sagt, daß ihn an diesem Tage das Glück verließ.

s3.jpg

Dann ist da noch die Geschichte von Rashid, der eigentlich Thomas heißt, und der nach seinem Vater und seiner eigenen Identität sucht.
Als er seinem Vater dann begegnet, ist einige Überzeugungskraft von Auggie und Paul nötig, um ihn dazu zu bringen sich jenem zu offenbaren…

s4.jpg

Von Auggies eigenen Problemen mal ganz abgesehen.

s5.jpg

Der träumerische Blick auf Brooklyn wird dann noch durch einige Vorfälle getrübt, die daran erinnern, daß wir es hier nicht mit einem verträumten Vorstadtviertel zu tun haben.

All’ diese kleinen Geschichten sind durch den Laden miteinander verknüpft und ergeben am Ende einen Episodenfilm, der eigentlich gar keiner ist…

Gekrönt wird das ganze von einem Finale, daß von keinem anderen dieser ganzen Weihnachtsschmonzetten übertroffen wird.

Wayne Wang, dessen Vorname auf der Vorliebe seines Vaters für John Wayne beruht, hat mit dieser Verfilmung einen schönen, ruhigen Film geschaffen, der sich Lichtjahre vom üblichen Hollywood-Gesäusel entfernt befindet, trotz der berühmten Namen. Ein Juwel ohnegleichen, welches geradezu spektakulär unspektakulär ist.

Vor einigen Jahren, als ich noch den Untugenden des Rauchens und des Trinkens frönte, genoß ich dieses Meisterwerk fast regelmäßig alle paar Monate, am liebsten wenn die Sonne langsam aufging, nach einer durchzechten Nacht, mit 2-3 guten Zigarren.
Das war wirklich immer wieder ein Erlebnis.
Heute schaue ich ihn nicht mehr sooo oft, habe ihn aber grade vor 14 Tagen mal wieder in den Player gelegt… Einfach klasse.

Es gibt noch einen Nachfolger von “Smoke”, und zwar “Blue in the Face“, der aber keine Fortsetzung darstellt, sondern einfach nur weiteres aus dem Laden erzählt.

Für Blue in the Face fanden sich etliche Smokeys sowie allerlei Prominenz in den Kulissen ein, um weiterzuspielen. Blue ist ein Puzzle aus Szenen, die trotz ihres Charmes keinen Platz im dramaturgischen Gerüst des ersten Films ergattern konnten, aus improvisierten Szenen, authentischen Videotakes von Brooklyner Passanten sowie ein wenig found footage.

Während ich “Smoke” uneingeschränkte 5 Schnitter gebe und auch das überstrapazierte Prädikat “Kult” nicht für übertrieben halte, gebe ich “Blue…” nur 4 Schnitter, da er mich nicht in dem Maße mitzureißen vermag, wie “Smoke” es ohne Probleme schafft. Aber das ist natürlich Ansichtssache. :)

5

Bullshit is a real talent, Auggie. To make up a
good story, a person has to know how to push
all the right buttons.
I’d say you’re up there among the masters.

What do you mean?

I mean, it’s a good story.

Shit. If you can’t share your secrets with your
friends, what kind of friend are you?

Exactly. Life just wouldn’t be worth living,
would it?


Bild-& Filmaterial: Kinowelt

  • Add to favorites
  • email
  • Print
  • PDF
  • Twitter
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Netvibes
  • Yigg
  • Slashdot
  • LinkArena
  • Wikio
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Live
  • Yahoo! Bookmarks

Verwandte Artikel(nach Stichworten):

Verwandte Artikel(nach Genre):

Kommentar schreiben

Deine E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben.
Notwendige Felder sind mit * gekennzeichnet.
*
*
*


Blogverzeichnis

friedels-untugend.de